Ordnung

Ordnung, von lat. ordiri (in der Rede) ›anfangen‹; Systematisierung, z.B. von Sprechen, Denken, Zählen und Rechnen. Menschen können eine Mannigfaltigkeit nur ordnend wahrnehmen und handhaben (Ordnungsmaterial, Ordnungsprinzip, Ordnungsstruktur). Auch in ihrem Zusammenleben erzeugen sie eine Ordnung. Die genannten Befunde lassen Menschen ihre Welt geordnet erscheinen,  und die religiöse wie philosophische Frage nach dem Urheber führte über die Annahme eines Schöpfers zu einer Schöpferordnung. Das gedankliche Gegenkonstrukt ist das Chaos (1. Moses 1,2: hebr.: tohuwabohu, wörtl. ›wüst und leer‹) als leerer Raum oder Urstoff.