Triadisches Denken als Produkt von linearem, parallelem und kreisförmig rückgekoppeltem Denken

Wie andere Informationsverarbeitungsprozesse auch lässt sich das triadische Denken sowohl als linearer, als auch als zirkulärer und als paralleler Prozess beschreiben. Es ist, üblich und auch in vielen Kontexten sinnvoll, die menschliche Informationsverarbeitung als linearen Prozess zu beschreiben: Wahrnehmen, Speichern, Verarbeiten (Denken) und Handeln, letzteres angeleitet durch die gewonnenen Informationen. Weniger üblich, aber nicht minder zutreffend, ist die Beschreibung der menschlichen Informationsverarbeitung als zirkulärem Prozess. Jedes Handeln, auch das eigene Sprechen wird beobachtet und mit Intentionen verglichen, die menschliche Informationsverarbeitung ist ein sich immer wieder schließender Rückkopplungskreislauf. Noch weniger üblich war es lange Zeit den parallelen Charakter der menschlichen und kulturellen Informationsverarbeitung zu sehen: Zu jedem Zeitpunkt finden sowohl Wahrnehmungs- als auch Verarbeitungsprozesse statt und zugleich drücken sich die Ergebnisse dieser Prozesse im Verhalten der Menschen irgendwie aus. Der Mensch ist ein massiv parallel verarbeitendes System. Alle drei Sichtweisen – Denken als linearer, zirkulärer oder paralleler Prozess zu beschreiben – haben ihre Berechtigung und nur zusammengenommen können sie einigermaßen das beschreiben, was man ’menschliche Informationsverarbeitung’ nennt.